Farbe

Die subtile Wirkung von Farben ist bei der Raumgestaltung von entscheidender Rolle. Ein Farbton kann unter verschiedenen Lichtquellen ganz anders wirken. Eine Farbe, die Ihnen sehr gefällt, kann mitunter auf Ihren Wänden enttäuschen.
Die Herangehensweise, für welche Farben man sich letztendlich entscheidet, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Bei Trendfarben sollte beachtet werden, dass sich diese Farben nach kurzer Zeit überholt haben und wir tatsächlich davon gesättigt sein können. Für langfristigere Raumprojekte sind sie daher nicht mein Favorit.

Entscheidend bei der Beratung ist für mich die Raumsituation und Ihre Wünsche bei der Umsetzung von Ideen. Bevorzugen Sie bestimmte Farben und was passt zu Ihnen und dem Raum am besten? Mit welchem Farbspektrum fühlen Sie sich am wohlsten?

Licht

Es bedarf sicher keiner weiteren Erläuterung in wieweit Licht die Raumwirkung beeinflusst. Je nach Art der Lichtquelle erscheinen Farben und Strukturen im Raum anders. Gut ausgeleuchtete Bereiche z.B. Arbeitsflächen, Esstische oder Eingangbereiche motivieren. Gedämpftes Licht kann eine entspannte Atmosphäre erzeugen.

Wir benötigen Licht als Lebensquelle. Befindet man sich ständig in dunklen Räumen schlägt sich dies wahrhaftig aufs Gemüt und wirkt auch körperlich. Daher spenden gezielt eingesetzte Beleuchtungselemente je nach Funktion Helligkeit, Wärme und Sicherheit.

Form

Warum spielen auch Formen eine Rolle? Denken Sie zum Beispiel an den Unterschied zwischen einer Pflanze mit weichen, rund geformteren Blättern und einem Kaktus oder an die Spitzen einer Agave. Welche hätten Sie lieber neben Ihrem Sofa stehen? Auch Kakteen oder Elemente mit scharfen Kanten können an ihrem Platz die gewünschte Ausstrahlung finden – dies sollte aber bewusst arrangiert werden. Wenn man ständig um einen Gegenstand einen Bogen macht, sich an Kanten stößt oder sich im Raum unwohl fühlt oder keine Ruhe findet, liegt es vielleicht an der Form der verwendeten Möbel und Dekoelemente.

Abgerundete Formen empfinden wir als angenehm. Harte Kanten und strenge Linien vermitteln Klarheit und Struktur, jedoch können sie sich im Gesamteindruck des Raumes als unangenehm und ungemütlich erweisen; spitze Ecken gar als bedrohlich. Auch hier macht es die Mischung. Gut ist ein Ausgleich zwischen sanft, fließenden, runden Formen und geometrisch geradlinigen oder kantigen Formen. Arrangements von aufstrebenden Elementen (z.B. Vasen) und flachen Elementen (Schale) ziehen den Focus auf sich.

Ressourcen

Besonders im Privatbereich finden sich häufig Dinge, die schon „bessere Zeiten gesehen haben“. Alte Möbel, Kerzenleuchter oder vergessene Materialien können sich als wahre Schätze erweisen. Sie werden aufgearbeitet, bekommen einen neuen Anstrich; aus einem alten Kaffeesack wird ein Zeitungsbehälter, schmiedeeiserne Kerzenständer werden zu Beisstelltischen, der Standfuss eines kaputten Drehsessels trifft auf Altholz und mit Geschick wird ein Garderobenständer daraus. Die Liste der Möglichkeiten ist lang.

Vielleicht wartet eine alte Kommode oder ein Tisch in Ihrem Keller auf seine wundersame Erneuerung.
Lassen Sie sich überraschen, wieviel Potential in Ihren Räumen steckt.

Upcycling nennt man diese Form der Wiederverwertung – und ich freue mich um jedes Stück, das vor dem Wegwurf gerettet werden konnte.

Aufräumen

Aufräumen ist tatsächlich ein Thema für sich, denn es handelt sich nicht nur um das regelmäßige Reinigen und Aufräumen von Alltagsutensilien sondern um ein bewusstes Freiräumen von Gegenständen, die wir nicht mehr brauchen. Da ich selber gern über die Jahre dieses und jenes angesammelt habe: Urlaubserinnerungen in Form von „Mitbringseln“, Materialien, die vielleicht irgendwann in Kunstwerken verarbeitet werden könnten, Deko, Stoffe, Holzbretter, etc,-  weiß ich wie schwer es fällt, die Übersicht zu behalten und sich zu entscheiden, was man wirklich noch benötigt. Alles, was Sie nämlich nicht wirklich benötigen bindet Energie. Auch stapelweise Pappkartons auf dem Dachboden oder Keller.

Räumen Sie sich Ihren Weg frei!

Material

Materialien beim Aus- oder Neubau sollten nach Kriterien ausgewählt werden, die sowohl dem eigenen Anspruch als auch dem langfristigen Nutzfaktor gerecht werden. Ob Beton oder Stein, Fliese oder Tadelaktputz, Lehmputz oder Tapete – der Vielfalt an Möglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt. Gerne greife ich bei der Wand- und Bodengestaltung auf dieses vielfältige Materialangebot zurück und so entstehen individuelle Lösungen.

Als besonders angenehm werden Baustoffe aus natürlichen Ressourcen empfunden: In erster Linie Hölzer aber auch Anstriche aus Kalk- oder Lehmputz. Sie haben einen hervorragenden Einfluss auf das Raumklima. Zudem sind Kalkfarben und kalkhaltiger Mineralputz schimmelresistent. Eine Duschwand aus Tadelakt gibt ein Feeling wie im Spa.

Wie wäre es also mit baubiologischen bzw. hochwertigen Materialien! Das Schnäppchen mit Billiglaminat erweist sich mitunter beim Einbau als Mangelware mit abgeplatzen Kanten. Auch bei Textilien, Teppichböden, Kunstleder und Kunststoffen, die mit diversen Techniken behandelt wurden, kann es  aufgrund von Ausdünstungen zu Allergienbeschwerden und Kopfschmerzen kommen.

Daher macht sich eine sinnvoll Auswahl nach den Kriterien Wohlbefinden und Raumklima durchaus langfristig bezahlt.

Styling

Über Stil und Styling zu schreiben ist eine schwierige Angelegenheit, denn es gibt immens viele Möglichkeiten, Räume zu gestalten. Es gibt auch hier Trends und Stilrichtungen, die man übernehmen kann.
Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten: Sei es romantisch verspielt, minimalistisch, puristisch, innovativ, avantgardistisch oder urgemütlich, Vintagelook, mit Landhauscharme oder urban, glamorös oder klassisch, edel und dezent – ich liebe alle Gestaltungsrichtungen, wenn ich meine Kreativität in der jeweiligen Interpretation zeitgemäß entfalten kann.

Für mich sind zwei Punkte für Stilempfehlungen ausschlaggebend:

!!! Was gefällt dem Kunden?

!!! Was entspricht dem Charakter des Objekts (Raum, Haus, Laden, Firma, Bar, Praxis, etc….?

Raumgefühl

Die Rubrik Raumgefühl liegt mir besonders am Herzen, da es meiner Arbeitsweise entspricht, mich in Räume „einzufühlen“. Ganz unabhängig von Musterkatalogen, Trends und eigenem Geschmack gehe ich unvoreingenommen hinein und lasse den Raum für sich „sprechen“. Daraus entwickle ich dann konstruktiv Ideen und Konzepte. Auch bei der Raumplanung ist mir der Aspekt wichtig, wie sich das Ambiente, die Atmosphäre im Raum am Besten entfalten kann.

Raumgefühl bedeutet auch: das Empfinden von Störfaktoren. Kaum ein Mensch sitzt gern mit dem Rücken zu Eingangstüren; in Restaurants werden die Plätze zuletzt belegt, die im Durchgangsbereich einer stark frequentierten Zone liegen. Und sitzen oder schlafen sie direkt unter Dachschrägen oder Balken?  Hier reichen schon kleine Maßnahmen und tragen dazu bei, sich wohler zu fühlen.

Unter /konzepte finden Sie Objekte, die ich nach Raumgefühl zu den Elementen Erde, Luft, Feuer und Wasser gestaltet habe.

Kunst

Last but not least – die Kunst. Als i-Tüpfelchen auf eine harmonisch orientierte Einrichtung begegnet uns Kunst in vielfältiger Form. Das können Gemälde, Kunstdrucke oder Collagen sein, ebenso wie eine Sammlung schön gerahmter Postkarten oder besondere Kunstwerke, wie Skulpturen, Plastiken oder arrangierte Elemente, die sich in die Gestaltung eines Raumes einfügen. Kunst ist, was gefällt. 

Entscheident ist, was Ihnen gefällt und was am Besten Ihren Räumen Ausdruck verleiht. Dazu gebe ich Ihnen Empfehlungen, – natürlich auch zu Werken anderer Gegenwartskünstler und zu jeglichen Kunstrichtungen: modern, klassisch, gegenständlich, abstrakt, Fotokunst und vieles mehr. 

Malerei & Raumberatung Kunst